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Große Persönlichkeiten machten
die Gemeinde berühmt
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| Musikerfamilie Bach
Veit Bach und seine Söhne Hans Bach der Spielmann sowie Caspar Bach
machten die Ortschaften Wechmar im 16. Jahrhundert zur Wiege der
Musikerfamilie Bach. Nach dem Tode von Veit Bach am 8. März 1619 und von
Hans Bach am 26. Dezember 1626 in Wechmar verzogen die Söhne Johannes,
Heinrich und Christoph in die größeren Thüringer Städte und wurden als
Kantoren und Komponisten weltberühmt. Johann Sebastian Bach ist der Enkel
des 1613 in Wechmar geborenen Christoph Bach.
Die alte Bäckerei am Markt ist heute als Bach-Stammhaus eine international
beachtete Musikergedenkstätte und die Veit-Bach-Mühle entwickelte sich bis
zum Jahre 2004 zu einem Museumsbildungswerk. Sie beherbergt den Spielort
des Veit Bach, über den Johann Sebastian Bach voll stolz berichtete:
„Veit Bach hat sein meistes Vergnügen an einem Cythringen gehabt, welches
er auch mit in die Mühle genommen und unter währendem Mahlen darauf
gespielet. Es muss doch hübsch zusammen geklungen haben, wiewohl er doch
dabey den Tact sich hat imprimieren lernen und dieses ist gleichsam der
Anfang zur Musik bei seinen Nachkommen gewesen.“
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Johann Nikolaus Hanff
geboren 25. September 1663 in Gossel
gestorben Weihnachten 1711 in Schleswig
Hanff ist der Sohn des Wechmarer Gastwirtes und Gemeindevormundes Andreas
Hanff, er wurde zu Gossel geboren, weil sein Vater dort eine
Pachtgastsstätte für ein Jahr betrieb, ab 1668 besuchte er die Wechmarer
Schule.
Er ging bei seinem Onkel Markus Hanff, dem Domorganisten zu Regensburg, in
die Lehre, und wurde 25-jährig Organist in Hamburg. 1692 wurde er Domorganist
in Eutin und folgte 1711 dem Ruf als Domorganist nach Schleswig. 7
Choralbearbeitungen von ihm sind erhalten geblieben, er zählt neben
Dietrich Buxtehude zu den bedeutendsten Vertretern der hansischen
Orgelkunst.
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| Johann Levin
Friedrich Clauß
geboren vermutlich 1735 in Marlishausen
gestorben 12. Januar 1814 in Wechmar
Clauß war Amtsadjunktus der Grafen von Hatzfeldt in Wandersleben und lebte
ab 1780 in Wechmar, dort versuchte er den Aufbau eines landwirtschaftlichen Institutes und veröffentlichte 1777 eines der ersten
landwirtschaftlichen Lehrbücher Deutschlands unter dem Titel „Versuch die
glücklichen Lokale in Wechmar zur höchsten Landeskultur zu nutzen“.
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| Johann Volkmar
Sickler
geboren 19. Januar 1742 in Günthersleben
gestorben 31. März 1820 in Kleinfahner
Der Pomologe Johann Volkmar Sickler gilt als der Begründer des Obstanbaues
auf der Fahner Höhe, wo er seit 1770 als Pfarrer in Kleinfahner wirkte.
Seine berühmtesten Züchtungen sind Apfel- und Birnengehölze sowie die
Herzkirsche. Er zählt zu den führenden Obstspezialisten Deutschlands und
wurde durch mehrere Publikationen wie z.B. „Der teutsche Obstgärtner“,
„Allgemeines Teutsches Garten-Magazin“ oder dem „Gartenlexikon für
Unerfahrene“ sehr bekannt.
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Hans Adam von
Studnitz
geboren 25. März 1711 in Jeroltschütz/Schlesien,
gestorben 16. Oktober 1788 in Kehl.
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Hans Adam von Studnitz kam 1733 an den Hof des Gothaer Herzogs und begann
dort eine glänzende Karriere, die ihn 1754 ins Oberhofmarschallamt führte.
Über 30 Jahre führte er dieses Amt, in dem er gleichzeitig Intendant des
Ekhoftheaters war, das als ältestes stehendes Theater Europas gilt. 1747
kaufte Studnitz in Wechmar einen Gutshof und baute ihn zu einem prächtigen
Landsitz um, dem Landhaus Studnitz. Mit dem einzigartigen Rokokosaal gilt
dieses Haus als eines der schönsten Bauwerke Thüringens. |
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Georg Valentin Artmann
geboren 19. Oktober 1750 in Wechmar
gestorben 11. Januar 1799 in Wechmar
Georg Valentin Artmann und sein Sohn Johann Nikolaus Artmann (11. 3. 1774
– 20. 12. 1846) begründeten in Wechmar das Handwerk des Geigenbaus.
Bereits Valentins Vater Johann Phillip wird 1747 als Orgelmacher im
Kirchenbuch erwähnt. Die Instrumente aus der Artmannschen Werkstatt
zeugten von hoher Kunstfertigkeit und besonders Johann Nikolaus galt zu
Lebzeiten als ein Meister seines Fachs. Er erlernte den Beruf in Gotha
beim Geigenbauer Ernst. Nach dem Tode von Johann Nikolaus ging das
Handwerk ein, das Bach-Stammhaus beherbergt heute in seiner
Geigenbauerwerkstatt zwei originale Instrumente der Familie.
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Johann Anton
Gottfried Wechmar
geboren 7. Januar 1727 in Wechmar
gestorben 4. Dezember 1799 in Wechmar
Johann Anton Gottfried Wechmar ist Mitglied der bürgerlichen Linie der
Familie Wechmar, studierte in Jena und wurde 1747 Mägdeleinschullehrer in
Wechmar. Diesen Beruf übte er 20 Jahre aus. Bekannt wurde Wechmar, seit
1768 Besitzer des Gutes Weidensee in Wechmar, als Gemeindeschreiber und
Kopist von Werken der Bachfamilie. Insbesondere in der Rolle des Kopisten
schuf er eine mehrbändige Sammlung von Silhouetten (Schattenbildern), die
als wertvollste Portraitsammlung des 18. Jahrhunderts in Thüringen gilt.
Viele Mitglieder der Bachfamilie und ihres Umfeldes fanden Eingang in die
Sammlung.
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Johann Simon
Schlimbach
geboren am 6. Dezember 1803 in Wechmar
gestorben 6. Dezember 1856 in Werningshausen
Schullehrer und Chronist in Wechmar und Werningshausen, veröffentlichte
mehrere Chroniken und Stammtafeln von Geschlechtern aus diesen und anderen
Orten und zeichnete Ortsansichten von Wechmar sowie Werningshausen.
Bekannt wurde Schlimbach als Astronom, er entwarf astronomische Apparate
und verfasste Lehrbücher der Astronomie.
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J.S.Schlimbach,
Selbstportrait (1881)
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Friedrich Seitz
geboren 12. Juni 1846 in Günthersleben
gestorben 22. Mai 1918 in Dessau
Hofkapellmeister in Sondershausen, Gründer der ersten Magdeburger
Musikschule, Hofkonzertmeister in Dessau und berühmtester Violinist seiner
Zeit, mit Gastspielen europaweit vertreten, u.a. in Holland und London oder
1888 als Kapellmeister der Bayreuther Festspiele. Von seinen Kompositionen
ist die „Kleine Violinschule“ noch heute das Standardwerk junger Geiger.
Seine berühmteste Geigenschülerin war die Filmdiva Marlene Dietrich. |
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Arno Franz
(eigentlich Franz Arno Kalklösch)
geboren 25. November 1880 in Wechmar
gestorben 9. November 1930 in Werdau
Journalist und Schriftsteller, zuletzt Verlagsdirektor in Werdau/Sachsen.
Wurde durch seine im Verlag Oskar Meister Werdau in Sachsen erschienenen
Romane „Sohr der Knecht“, „Sohr der Herr“, der Triologie „Mata Hari“,
„Jochen Krügers Traum“, „Dieter und Frau Potiphar“ sowie „Arne Keil und
seine Lie“ deutschlandweit bekannt.
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Rüdiger Freiherr von
Wechmar
geboren 23. November 1923 in Berlin
gestorben 17. Oktober 2007 in München
Mitglied der bereits im 10. Jahrhundert erwähnten Familie der Herren von
Wechmar, die ihren Stammsitz in dem thüringischen Dorf Wechmar haben;
Journalist und Diplomat, als Berichterstatter im In- und Ausland tätig,
1969 Stellvertretender später Regierungssprecher der Bundesregierung unter
Kanzler Willy Brandt. |
1974 als Botschafter Deutschlands nach New York,
davon zwei Jahre als Vorsitzender des UN-Sicherheitsrates und 1980
Präsident der UN-Vollversammlung. Danach Botschafter in Italien und London
sowie ab 1989 fünf Jahre Mitglied des Europäischen Parlaments.
Seit 1988 im ständigen Kontakt mit der Gemeinde Wechmar, Förderer der
Entwicklung des Gemeinwesens und seit 2000 erster Ehrenbürger der Gemeinde
Günthersleben-Wechmar. |

Rüdiger Freiherr von
Wechmar
mit zwei Enkeln beim Bundestrachtenfest
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Dr. Herbert Laufer
geboren 2. Februar 1937 in Eschenbergen
Seit seinem 25. Geburtstag Arzt in Wechmar, Mitglied der Landesärztekammer,
seit 1982 Sanitätsrat, seit 1992 Arzt in freier Niederlassung;
1974 Mitbegründer des Wechmarer Carneval Vereins, 1990 Mitbegründer des
Bürgerkomitees, von 1990 bis 1997 Mitglied des ersten frei gewählten
Gemeinderates von Wechmar. Anlässlich seines 40-jährigen Dienstjubiläums
2002 zum Ehrenbürger ernannt. |
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